Fachkräftemangel?

Diese Woche war ich auf der Messe „Zukunft Personal 2018“ in Köln.

So viele Unternehmen beklagen sich, dass sie keine neuen Mitarbeiter finden. Fachkräftemangel ist immer noch ein großes Wort – vor allem wenn es um ITler und Ingenieure geht… Sie scheinen verzweifelt nach innovativen Möglichkeiten zu suchen, die potenzielle Arbeitnehmer der Generation Y und Z anzuziehen.

Irgendwie scheint das noch nicht bei der Studierendenschaft der RWTH – einer Geburtsstätte für ITler und Ingenieure – angekommen zu sein. Ich kennen so viele Studenten technischer Studiengänge, die sich Sorgen machen überhaupt einen Job zu finden oder die haufenweise Absagen auf ihre Bewerbungen bekommen.  Oft bekommen sie sogar gar keine Rückmeldung!

Was ist da los?

Bisher hatten die Unternehmen die Macht im Bewerbungsprozess. Es gab viele Bewerber auf wenig Stellen. Die Unternehmen konnten sich die Besten aussuchen – wertschätzender Umgang mit dem Rest war nicht notwendig. Berufsanfänger wurden nicht gern eingestellt – man traute ihnen nicht viel zu. Gerade unter diesen Berufsanfängern war die Angst vor diesem Bewerbungsprozess groß – das demütigende Gefühl sich verkaufen zu müssen, um eine gute Stelle kämpfen zu müssen. Wochenlang auf eine Rückmeldung zu warten – bis man sich endlich traut anzurufen und hört, dass vergessen wurde eine schriftliche Absage zu schicken.

Langsam dreht sich dies – es gibt scheinbar mehr Stellen und weniger Bewerber als früher. Die Bewerber können sich nun die Stellen und Unternehmen aussuchen. Bewerber kämpfen nicht mehr um die Stellen, sondern Unternehmen um die Bewerber. Natürlich gefällt das den Unternehmen nicht. Sie schreien vom Fachkräftemangel und von den s0 anspruchsvollen Generationen Y und Z.

Sind wir nicht. Aber wir möchten uns auf Augenhöhe unterhalten. Wir möchten wertschätzend behandelt werden – schnell eine Rückmeldung auf unsere Bewerbung bekommen, Bewerbungsgespräche auf Augenhöhe, die Wertschätzung unserer Fähigkeiten – auch wenn wir gerade erst von der Uni kommen.

Was können wir als Bewerber der Generation Y und Z tun, um solch eine Beziehung auf Augenhöhe herzustellen?

Es ist nicht nur die Schuld der Unternehmen. Wir haben uns auch angewöhnt, die Unternehmen auf einen Sockel zu setzen und uns als kleine unwissende Bittsteller zu sehen.

Aber das haben wir nicht nötig. Wir sind gut, und wenn wir einmal loslegen zu arbeiten können wir schnell noch viel besser werden. Die Unternehmen brauchen uns – unsere Ideen, unsere Sichtweise, unsere technische Affinität, unsere Lernbereitschaft.

Es kommt stark auf die Einstellung an, mit der Du in ein Bewerbungsgespräch gehst. Mach Dich stark, sei Dir Deiner Stärken und Fähigkeiten bewusst. Gestalte und steuere das Gespräch in Deinem Interesse! Wie das geht, kannst Du zum Beispiel in meinem Kurs Bewerbungstraining oder dem Workshop Bewerbungstraining intensiv lernen. Komm vorbei, ich freue mich auf Dich!

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